Raumgestaltung: Jahresrückblick die Zweite

Raumgestaltung in Nürnberg, Fürth, Erlangen

Nachdem es hier schon um die Fassadengestaltung in 2013 ging, nun ein paar Worte zur Raumgestaltung:

Neben den üblichen und alljährlich wechselnden Trendfarbenkollektionen – hier können Sie nachlesen, was davon zu halten ist – gab es im letzten Jahr wieder ein paar besonders gepuschte „Trendoberflächen“, über die es sich zu schreiben lohnt.:

Betonoptik

Beton. Nicht einfach nur eine Kopie, sondern das Original.

Sie vermuten richtig! Es geht darum, Ihren Innenraum mit einer kuscheligen Tiefgaragenatmosphäre „aufzuwerten“. Die Branche klopft sich gegenseitig auf die Schultern. Die fotografisch dokumentierten und handwerklich sicher gut umgesetzten Arbeitsproben werden im Internet präsentiert und mit „oh`s“ und „wow`s“ bejubelt. Die Frage muss aber erlaubt sein: Ist das tatsächlich ernst gemeint? Spielt Ästhetik bei der Raumgestaltung keine Rolle mehr? Ist es wirklich so, dass man das rohe, billige und nichtssagende Kalt-Grau(en) beim Feierabendbier oder -wein betrachten möchte?

Spielen Sie doch kurz mit Ihren Gedanken: Mit was assoziieren Sie Beton? Sind es Begriffe wie Hochwertigkeit, Entspannung oder Wohlfühlatmosphäre, die Sie mit Beton verbinden? Oder denken Sie eher an das Unbehagen in einem schlecht beleuchteten Parkhaus, Plattenbauten und Industrieästhetik? Nein! An so etwas möchte ich beim Betreten meines Wohnzimmers wahrlich nicht erinnert werden.

Rostoptik

Morbider Charme  im Esszimmer. Quasi den Verfall ständig vor Augen. In den 80ern trieben es kreative Hausfrauen bereits bis zur Perfektion: Sie versahen neue metallene Gartenstühle partiell mit einer Rostpatina. Was damals noch nach einem natürlichen Korrosionsprozess ausschaute – denn nichts verrostet schlagartig und dann auch noch komplett – wird heute in der Hand herstellergeschulter Fachmänner zur vollflächigen visuellen Zumutung. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie mal hier.      

Fugenloses Bad

Fugenlose Bäder sind eine, wie ich finde, sehr schöne Alternative zu Fliesen. Neu ist daran freilich nichts. Seit Jahrhunderten macht man Kalk- und Kalk-Marmorputze durch Materialverdichtung und Oberflächenversieglung bzw. -sättigung wasserdicht, zumindest aber wasserabweisend.

Anstatt sich aber auf das Altbewährte zu berufen, tun viele Hersteller und Ausführende so, als hätten sie nun das Rad neu erfunden. Schade. Denn deren einziger Verdienst (wenn man das so nennen will) ist es, dass die Wasserunempfindlichkeit nicht mehr durch natürliche Öle, Wachse oder Seifen erreicht wird, sondern häufig durch Polyurethan- oder Epoxidharz-Versiegelung. Das ist im privaten Bereich ebenso unnötig wie ungesund!   

Wenn es also ein fugenloses Bad sein soll, dann die traditionellen und 100 % chemiefreien Varianten, abgetönt mit natürlichen Erd- oder Mineralpigmenten. Ihr Handwerker behauptet, das ginge nicht? Schicken Sie ihn in die Wüste. Beispielsweise die marokkanische. Ich stand dort vor Zisternen mit völlig intaktem Tadelaktverputz, die seit 200 Jahren in Benutzung waren. 

Gerne können Sie mich kontaktieren,wenn Sie mit Ihrer Raumgestaltung auf Nummer sicher gehen möchten. Zeitlos, aber nicht altbacken! Ohne kurzlebigen Trendschnickschnack, dafür beständig schön! Raumgestaltung in Nürnberg, Fürth und Erlangen kann tatsächlich so einfach ein.

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